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Tamundo weiß, wie guter Service funktioniert! Die Service - Tage sind von Sammlern für Sammler. Tamundo - Mitglieder können Experten rund um ihr Sammelgebiet Fragen stellen, um fachkundige Antworten sowie Tipps und Tricks zur jeweiligen Kategorie zu erhalten. Darüber hinaus können Sie Ihre Sammlerobjekte von einem unserer Tamundo - Fachmann kostenlos schätzen lassen.
Wolfgang Koschine, Kategorie-Manager Briefmarken, Münzen und Ansichtskarten

Service - Tag: Briefmarke & Philatelie


Tamundo weiß, wie guter Service funktioniert!
Vielen Dank für die rege Teilnahme an unserem ersten Service-Tag für Briefmarken & Philatelie bei Tamundo. Wir haben viele interessante und spannende Zuschriften erhalten. Die häufigsten Fragen drehten sich um den Wert und Erhalt einzelner Briefmarken und es wurden auch viele allgemeine Fragen rund um das Sammeln von Briefmarken gestellt.

Unser Tamundo-Fachmann Wolfgang Koschine steht Ihnen ab Montag, den 22.03.2010 Rede und Antwort. In seiner Videobotschaft können Sie hier eine Auswahl an Fragen und Antworten aus den häufigsten Zuschriften sehen.

Unter allen Teilnehmern des Service-Tages haben wir das Buch: „Vom Glück des Sammelns“ von Barbara Hodgson verlost. Der Gewinner wird von uns per E-Mail benachrichtigt.

Service - Tag Briefmarken & Philatelie: Fragen und Antworten

Frage: Ich möchte meine Briefmarken & Münzsammlung schätzen lassen und eventuell verkaufen.
Können Sie mir einen Rat geben wie ich dabei vorgehen könnte?


So, wie es aussieht, handelt es sich vorwiegend um modernes Material.
Eine schlechte Nachricht vorweg, die Marken, die Sie zu DM-Zeiten bei der Deutschen Post gekauft haben, sind mittlerweile ungültig und haben somit ihren Frankaturwert verloren. Falls ungestempelte Marken in Euro-Währung enthalten sind, ist es ratsam, diese für Alltagspost aufzubrauchen. Für die anderen Marken empfiehlt es sich, diese reich bebildert als so genannten Nachlass anzubieten („Sammlernachlass in 15 Steckbüchern, meist modernes Material“).

Um einen realistischen Wert zu ermitteln, müsste ich alle Bücher kurz sichten, was ich auf Ihren Bildern sehe, deutet jedoch auf einen Startpreis im unteren dreistelligen Bereich hin. Da auf Tamundo das Einstellen als Auktion nicht mit Gebühren verbunden ist, könnten Sie die Sammlung zunächst mit einem höheren Preis einstellen und diesen dann möglicherweise so lange reduzieren, bis die Sammlung verkauft ist, Gebühren fallen erst bei Verkauf an (4,9 % vom Zuschlagpreis).

Ich möchte jedoch nicht unerwähnt lassen, dass die Sammlung darauf hindeutet, dass Sie kurz davor standen, ein richtiger Philatelist zu werden. Falls sie bei näherer Betrachtung der Marken doch das Gefühle einholen sollte, dass Sie die ein oder andere Marke vielleicht lieber nicht hergeben möchten, gebe ich Ihnen gerne weitere Tipps, wie sie „das schönste Hobby der Welt“ weiter für sich entdecken können.

Frage: Ich sende Ihnen hier einen Brief aus dem Jahr 1903 (Erste Seite mit Marke und Rückseite) von Lemberg nach Brooklyn USA. Dieser Brief kam unzustellbar wieder zurück. Hat dieser Brief mit Marke und Stempel einen Wert?


Am Rückbrief aus den USA ist das Interessante die blaue Stempelfarbe des Lemberg-Stempels. Findet man einen Heimatsammler, ist hier ein Preis um Euro 25,- möglich.

Bitte bedenken Sie, dass von mir genannte Preise mögliche Verkaufspreise sind, die einen entsprechenden Interessenten bedingen. Speziell bei Heimatbelegen ist es durchaus möglich, dass es für manche Orte keinen Sammler gibt, dann finden solche Belege teils gar keinen Abnehmer.

Der große Vorteil von Tamundo besteht darin, dass Sie derlei Material bei uns kostenlos als Auktion einstellen können, da erst beim tatsächlichen Verkauf Gebühren in Höhe von 4,9 % anfallen.

Frage: Was ist die Postkarte mit einer Marke von 1915 wert?


Die Ganzsachenkarte aus Feilbingert (Pfalz und damals bayrisch) weist leider Beanstandungen auf, sodass bei diesem nicht vollständig abgeschlagenen Stempel ein Heimatsammler sicherlich nicht deutlich mehr als Euro 3,- auszugeben bereit wäre.

Frage: Was ist die one Penny Black von 1840 wert?


Die Penny Black, die erste Briefmarke und somit eine der bekanntesten Marken der Welt, ist leider in mangelhaftem Zustand. Aufgrund der Beliebtheit ist jedoch ein Preis von etwa Euro 20,- realistisch.

Frage: Diese Briefe mit Marken aus den USA sind von 1926. Welchen Wert haben diese Briefe?


Ihre USA-Belege sind leider nicht sehr wertvoll. Ich würde Ihnen empfehlen diese zusammen anzubieten, zu einem Preis von eher drei als fünf Euro.

Frage: Ich möchte diese Karte von 1901 verkaufen. Was kann ich verlangen?


Dies ist eine interessante Anfrage.
Hier schreibt Heinz seinem „lieben Schwesterchen“ Frieda Plesch: „Ehe dieser Hahn zweimal kräht, werde ich wieder zu Hause sein. Herzl. Grüße Dein Brüderchen“ (möglicherweise eine verschlüsselte Nachricht). Das Bild auf dieser Karte ist übrigens selbst gemalt. Da die Karte im November 1901 gesendet wurde, steht sie offenbar noch im Zusammenhang mit dem zwei Monate vorher beendeten Boxeraufstand in China. Der Absenderstempel weist auf militärischen Ursprung hin, was möglicherweise den reduzierten Portosatz erklärt. Was diese Karte am interessantesten macht, ist der Stempel von Shanhaiquan, der hier zweimal sauber abgeschlagen recht selten ist. Diese Karte würde ich mit mindestens Euro 200,- ansetzen.

Wenn Sie diese bei Tamundo einstellen möchten, können Sie freilich zu Beginn auch einen höheren Startpreis wählen, da Sie ja keine Einstellgebühren bezahlen müssen. Kategorie: Deutschland bis 45> Dt. Auslandspostamt & Kolonien> Deutsche Post in China.

Frage: Gerne würde ich mehr Artikel bei Tamundo einstellen, aber ich tue mich sehr schwer damit, Preise für meine Sammlersachen festzulegen. Boxeraufstand China 1900 ; Der Truppenstempel "OSTAS. BESATZUNGS. BRIGADE - ABLÖS-KMDO. 2. TRANSP.BATL wurde verwendet auf dem Dampfer "Wittekind", da auf der Hinreise nach China kein MSP-Stempel vorhanden war. Ausreise des Marine-Expeditionskorps - verwendet vom 03.07. bis 15.08.1900 - portofreie Verwendung als Feldpost vom 04. bis 15.08.1900 Der Stempel soll auch sehr selten sein. Bei einer Auktion sah ich mal diesen Stempel, er ging für über 130,00 Euro weg.


Ich kann Ihre Situation absolut nachvollziehen, wie bewertet man Sammlerstücke, die so gut wie nie angeboten werden? Aber das ist ja gerade das Interessante an der Philatelie: man bekommt immer wieder Marken/Belege zu Gesicht, die man vorher noch nie gesehen hat. Und Grundsätzlich kann man sagen, wenn man einen Liebhaber findet, dem genau dieses Stück noch in seiner Sammlung fehlt, dann sind auch Liebhaberpreise möglich.

Im aktuellen Fall ist es zudem schwierig einen Preis zu finden, da die Postkarte keinen postalischen Aufgabestempel trägt. Wenn ein vergleichbarer Beleg kürzlich mit Euro 130,- zugeschlagen wurde, können Sie dies als Anhaltspunkt nehmen. In die Betrachtung fließen weiterhin ein: kamen noch Aufgelder hinzu und war der Beleg in ähnlich sauberer Erhaltung? Denn mit Aufgeldern hat der Käufer insgesamt über 150 Euro bezahlt. Und wenn Ihr Beleg deutlich sauberer ist, sind sicherlich auch Euro 200,- möglich. Einen deutlich höheren Preis dürfte die Karte jedoch nicht erzielen.

Frage: Der Farbfehler auf der Marke ist echt. Welchen Wert hat die Marke, wenn ich diese verkaufen würde? Es sieht für mich so aus, als wenn beim Druck oder bei der Farbgebung ein Teil nicht benetzt wurde. Wurde die Farbe evtl. in mehreren Schichten aufgedruckt? Dieser braune Fleck auf der Marke sieht meines Erachtens aus, als wenn die Marke als Unterfarbe Braun hat, welche dann mit Gelb überdruckt worden ist, oder als Mischfarbe verwendet wurde. Was meinen Sie dazu?


Da haben Sie ein sehr interessantes Stück, bei dem die Preisfindung davon abhängt, wie sich die schwarze Färbung erklären lässt.

Handelt es sich um eine chemische Verfärbung, weil z.B. irgendeine Chemikalie darauf getropft ist, dann handelt es sich um eine Beschädigung, die den Wert der Marke mindert. Dagegen spricht jedoch meines Erachtens die Form des Flecks. Vielleicht verrät die UV-Reaktion der Marke etwas darüber.

Die Tiefe des Schwarztons erinnert an die 2 Pfennig-Marke dieser Serie. Wenn es sich also um echte Druckfarbe handeln sollte, ist es mir nicht erklärlich, wie diese in dieser Form auf die Marke kommt. Auch sind mir keine Marken anderer Serien bekannt, die dieses Phänomen in dieser deutlichen Ausprägung aufweisen.

Es macht sicherlich Sinn, diesen Scan der Arbeitsgemeinschaft Kontrollrat vorzulegen, bzw. den zuständigen Prüfer um eine Einschätzung zu bitten, bevor Sie einen Preis dafür festlegen. Mit Sicherheit lässt sich sagen, dass diese Markenserie in einem Druck hergestellt wurde und dass ein Unterdruck in brauner Farbe somit auszuschließen ist. Am wahrscheinlichsten halte ich eine chemische Verfärbung.

Frage: Diese Marken finde ich nicht im Katalog. Können Sie mir bitte Näheres zum Wert der Marke sagen?


Wenn ich Sie richtig verstanden habe, geht es Ihnen in erster Linie um die Lokalisierung der Marken.

In der ersten Reihe haben wir eine Dänemark Mi. Nr. 13 und eine Kontrollratsmarke mit rotem Zensurstempel (release = Freigabe, das ist nichts Besonderes).

Die zweite Reihe zeigt zwei französische und eine russische Marke, die alle nicht postalischen Ursprungs sind, sowie eine Portugal Nr. 46.

In Reihe drei haben wir eine 7 Shilling Marke aus Neuseeland (gestempelt Wellington), zwei US-amerikanische Marken nicht postalischen Ursprungs gefolgt von einer Bulgarien Nr. 17.

Und in der letzten Reihe finden wir eine Spanien Nr. 180, zwei Italien Nr. 28 und eine Nr. 67 sowie als Marke eine aus Kanada stammende Marke mit Vorausentwertung von Vancouver, Bristish Columbia.

Frage: Was können Sie mir zu der 17b Doppelprägung (nur wenige Stücke bekannt und BPP geprüft) sagen?


Da die 17b nicht als Doppelprägung katalogisiert wurde, ist die Preisfindung hier äußerst schwierig. Die runde Ecke wirkt sich im Übrigen kaum negativ auf den Preis aus, da selbst Doppelprägungen mit starken Mängeln noch sehr hohe Preise erzielen. Mit aktuellem Attest, halte ich je nach enthaltener Qualitätsbeschreibung einen Preis von Euro 1.500,- bis 2.000,- für realistisch. Bitte beachten Sie dabei, dass Sie sie bei Tamundo kostenlos als Auktion anbieten können und eine Provision nur im Verkaufsfall anfällt. Wir haben übrigens hervorragende Abnehmer für Doppelprägungen.

Frage: Was können Sie mir über den Wert eines senkrechten 4-er Streifen 45ca als MEF auf kleinem Damenbrief sagen (BPP geprüft)?


Der Brief mit dem Viererstreifen der Nr. 45 (sieht auf dem Scan eher nach einer c-Farbe aus) ist leider überfrankiert, somit greift lediglich der Katalogwert für lose Marken. Nichtsdestotrotz sind selbst lose Viererstreifen der Nr. 45 nicht häufig zu beobachten. Eine besondere Destination stellt Böhmen nicht dar, da aufgrund des damaligen Deutsch-Österreichischen Postabkommens hier der Inlandsbrieftarif von 10 Pf. greift. Da der Beleg jedoch optisch attraktiv ist, empfehle ich, einen Preis von Euro 30,- bis 40,- anzusetzen. Es ist schwer, über Farben zu urteilen, die nur per Scan vorliegen. Die 17 b ist mir auf dem Scan zu hell, die 45ca zu dunkel (möglich ist hier auch eine überholte Altsignatur von Herrn Gotwin Zenker BPP).

Frage: Wie viel sind die 10 Stück 45a auf U12 von Hannover nach Berlin 10.01.91 wert (BPP geprüft)?


Auf dem Scan des GSU mit den 10 Stück Nr. 45a ist nicht eindeutig zu erkennen, ob es sich um einen Zehnerblock handelt, oder um einzelne nebeneinander geklebte Teile, hier müsste ich die Lupe ansetzen. Im ungünstigsten Fall (mehrere Einzelteile) ist der Beleg sicherlich noch Euro 100,- wert. Um das Poststück in seiner Vollständigkeit bewerten zu können, fehlt hier der R-Zettel, der zu einem Einschreiben nun mal dazugehört. Sollte dieser auf der Rückseite vorhanden sein und es handelt sich tatsächlich um einen 10er-Block, sind durchaus 200 bis 300 Euro dafür zu erzielen.

Frage: Dieser BPP geprüfte 20er Block der Nr.52 mit anhängendem Zwischensteg, der unten als einschreiben gekennzeichnet ist, ist wie viel wert?


Der 20er-Block ist sehr schön, leider jedoch ohne Michelplattenfehler. Dieser Beleg, eine ordentliche Rückseite vorausgesetzt, ist mit Euro 150,- sicherlich realistisch angesetzt.

Frage: Ich habe 3 Bücher voll mit Briefmarken. Eine Seite habe ich nun fotografiert. Können Sie mir bitte bei der Schätzung des Wertes der abgebildeten Briefmarken behilflich sein?


Bei den abgebildeten Marken handelt es sich um ungebrauchte DDR-Marken, deren Verkauf sich einzeln nicht lohnt. Die Marken auf dieser Seite haben (gute Erhaltung vorausgesetzt) einen Wert im einstelligen Euro-Bereich und sofern sich in diesem Steckbuch weitere DDR-Marken befinden, empfiehlt es sich, das gesamte Buch als einen Artikel einzustellen. Der Wert hängt von der Menge, der Erhaltung und dem Zeitraum der Marken ab. Sind z.B. die Marken aufgrund feuchter Lagerung an den Albenseiten festgeklebt, reduziert sich ihr Wert erheblich.

Ansonsten finden Sie über diesem Link http://www.tamundo.de/buy.html?filter[search]=ddr&category_id=4496 Anhaltspunkte zur Preisgestaltung. Tipp! Sie erkennen postfrische Sammlungen an der Abkürzung **.

Frage: Vielen Dank für die Marken Feststellung –wunderbar - das könnte eine Dauereinrichtung sein. Hier sehen Sie eine gestempelte Marke Niederländisch Indien Mi. Nr. 274. Ist das ein echter Stempelabdruck?


Erste Reihe: erste Marke ist aus Nord-Borneo (auch Sabah, ist ein Teil von Malaysia), Niederländisch Indien ist in dieser Erhaltung leider nicht mehr sammelwürdig.

Zweite Reihe: Marke 1+2: tut mir leid, bei China muss ich passen, Marke 3+4 Peru.

Dritte Reihe: Zwangszuschlagsmarke Tuberkulosehilfe Iran.

Vierte Reihe: Steuermarke Serbien, Paketmarke Türkei, und zwei Marken mit dem ehemaligen syrischen Adler.

Ich empfehle Ihnen auch einen Besuch des BDPh-Forums, hier können Sie noch viel mehr Experten erreichen, hier ein Link: http://www.bdph.de/forum/index.php.

Frage: Worauf muss man beim Ablösen der Marken von Brief oder Postkarte achten?


1.) Geduld haben und warten, bis sich die Marken lösen, nicht zu früh abreißen, sonst gibt es dünne Stellen.
2.) Vorsicht bei farbigem Briefpapier, es kann zu Verfärbungen kommen.
3.) Niemals alte Marken (vor 1970) mit neuen Marken zusammen waschen aufgrund der UV-Verfärbungen
4.) Alte Marken (s.o.) nie auf neuem Papier trocknen wegen der UV-Verfärbungen
5.) Gummierung vollständig abwaschen, sonst kleben die Marken im Trockenbuch fest.

Frage: Sollte man die Marken ablösen von Briefen oder Ansichtskarten?


Das hängt ganz vom Poststück ab. Bei alten Ganzstücken sollte man in der Regel nichts ausschneiden oder abwaschen, außer, es ist keine besondere Portostufe und der Brief als solches ist stark beschädigt, in diesem Fall ist beispielsweise ein schönes Briefstück attraktiver als ein mangelhafter Brief. Bei neueren Briefen lasse ich selbst nur Stücke mit „Gesicht“, z.B. Einschreiben mit schönen Marken, oder bunt frankierte Auslandsbelege ganz. Man muss aber hier klar unterscheiden, ob man nun Briefe oder Briefmarken sammelt. Wer sich nicht sicher ist, sollte Briefe und Postkarten jedoch immer im Ganzen belassen.

Frage: Muss der Stempel komplett auf der Marke zu sehen sein?


Bei einigen Marken ist es zwingend erforderlich, dass man den Stempel eindeutig identifizieren kann, um die Echtheit der Abstempelung prüfen zu können. Aufgrund des vielfach kleinen Formates der Briefmarken sind Marken mit kompletten Stempelabschlägen oftmals nicht möglich. Ideal ist jedoch, wenn Ort, Datum und ggf. Postamtsziffer und -Buchstabe eindeutig zu erkennen sind. In vielen Fällen reicht für die Identifizierung aber auch schon ein Teilabschlag aus. Außerdem stellt es eine besondere Herausforderung dar, alle Marken eines Sammelgebietes mit bedarfsmäßigem Vollstempel zusammenzutragen, solche Sammlungen haben auch einen höheren Verkaufswert.

Frage: Wo kann ich am günstigsten attraktive Marken erstehen?


Überall, wo Briefmarken gehandelt werden, findet man auch besondere Stücke. Wenn man aktiv in Sachen Briefmarken unterwegs ist kann man überall günstig kaufen, auf Messen, Tauschtagen, Auktionen, Flohmärkten, im Fachhandel und natürlich auch bei Tamundo.

Frage: Woran erkenne ich Druckfehler / -abarten?


Briefmarken werden mit größter Sorgfalt hergestellt und es wird streng darauf geachtet, dass keine Makulatur ausgeliefert wird. Trotzdem kam es in der Vergangenheit immer wieder vor, dass Marken z.B. ohne Zähnung, mit fehlenden Farben oder im Druck verrutscht, also dezentriert bzw. verzähnt ausgeliefert wurden. Wer derlei Marken am Postschalter erwerben kann, sollte versuchen, davon so viele Marken wie möglich zu erwerben. Bei Sammlern ist alles beliebt, was von der Norm abweicht und so was wird sehr gut bezahlt.

Frage: Wie bzw. wo bewahre ich meine Sammlung am besten auf?


Man sollte Marken nicht in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit aufbewahren, da ungestempelte Marken leicht festkleben. Zudem können Stockflecken, die durch Feuchtigkeit entstehen, die Marken beschädigen. Des Weiteren gibt es bestimmte Plastikfolien, die in der Vergangenheit für Briefmarkenalben verwendet wurden, welche die chemische Zusammensetzung der Briefmarkendruckfarbe angreifen. So genannte Bleisulfitschäden beeinträchtigen erheblich den Wert von vornehmlich klassischen Briefmarken. Die Palette von Aufbewahrungsmöglichkeiten ist groß und auf die jeweilige Art des Sammelns z ugeschnitten, sodass man hier keine grundsätzlichen Aussagen treffen kann. Ich kenne etliche Sammler, die auch Tresore haben. Irgendwann kommt der Punkt, wo es schon sicherer ist, einen solchen zu besitzen, aber das ist eine individuelle Entscheidung.

Frage: Stimmt es auch heute noch, dass die Briefmarke „die Aktie des kleinen Mannes“ ist?


Das hängt davon ab, wer den Sammler beraten hat. Viele Sammelgebiete haben an Wert verloren, viele gewonnen. Wer Briefmarken, aber auch Aktien als Wertanlage betrachtet, sollte sich schon sehr gut damit auskennen. Man sollte sich jedoch nicht allein auf die Briefmarken als Altersvorsorge beschränken.

Frage: Sind die Sonderausgaben der Post für einen echten Sammler interessant oder nur ein netter aber wertloser Gimmick?


Bei der derzeitigen inflationären Marktlage halte ich weder die Investition in postfrische noch gestempelte Sonderausgaben der Post für empfehlenswert. Wem es jedoch rein um die Sammelleidenschaft geht und bei dem Geld keine Rolle spielt, dem empfehle ich, zumindest keine bereits gestempelten Marken direkt von der Post zu kaufen.

Frage: Ist es sinnvoll, Briefmarken Pakete (Konvolut) zu kaufen, weil man darin wertvolle Marken entdecken könnte?


Wertvolle Marken sind in der Regel deswegen wertvoll, weil sie selten sind. Natürlich haben Sammler in Briefmarken-Paketen schon sehr teure Marken gefunden, aber das ist die Ausnahme und vergleichbar mit einem Lottogewinn. Für alle Sammler, die sich spezialisieren, ist Paketware jedoch die Basis für ihre Forschung.

Frage: Was ist beim Kauf teurer Briefmarken zu beachten?


Wenn man selbst kein Experte ist, sollte man teure Marken nur geprüft, bzw. mit Attest bzw. Befund erwerben. Dabei ist im Besonderen darauf zu achten, dass Atteste und Befunde ausschließlich vom BPP (Bundesverband Philatelistischer Prüfer) und keiner ähnlich klingenden Institution erworben werden, dass es auch tatsächlich Originale und keine Kopien sind, dass die Marken auch mit den auf den Zertifikaten angebrachten Kontrollabbildungen übereinstimmen und dass das Formular möglichst neu ist. Der Vorteil beim Kauf im Internet ist, dass Sie bei gewerblichen Anbietern ein Rückgaberecht von einem Monat haben. Lassen Sie teure Marken im Zweifelsfall umgehend nachprüfen. Auf den großen philatelistischen Messen gibt es auch immer einen „Echt oder falsch“-Stand des BPP, an dem Sie zweifelhafte Stücke kostenlos einem Prüfer zur ersten Begutachtung vorlegen können, denn die meisten Verfälschungen erkennt jeder Prüfer unabhängig vom Gebiet sofort.

Frage: Wie sicher ist der Briefmarkenhandel im Internet?


Aufgrund des Bewertungssystems ist jeder Anbieter, der dauerhaft Briefmarken anbieten möchte, sehr daran interessiert, seine Bewertungspunkte möglichst hoch zu halten. So etwas findet man z.B. auf Flohmärkten oder Tauschtagen nicht. Ich kaufe selbst seit 10 Jahren Briefmarken im Internet und habe fast ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Vielmehr ist es so, dass ich durch das Internet an Stücke gekommen bin, die ich sonst nie zu Gesicht bekommen hätte. Ich bin ein überzeugter Internet-Briefmarkenkäufer. Außerdem ist Tamundo sehr daran interessiert, dass ausschließlich seriöse Anbieter hier verkaufen – andernfalls werden Verkäufer auch ganz schnell gesperrt.

Frage: Wie sieht brauchbares Handwerkszeug eines Briefmarkensammlers aus?


Speziell bei Pinzetten gibt es große Qualitätsunterschiede und auch verschiedene Formen. Manche arbeiten mit abgeknickter Pinzette, andere können es nur mit gerader, wieder andere bevorzugen extra lange Exemplare – da muss jeder selbst seinen Favoriten herausfinden. Wichtig ist vor allem, dass sie vorne möglichst scharf ist, damit man beim Zugreifen keine Zähne umknickt. Ich suche mir immer Pinzetten aus, die so scharf sind, dass man damit auch Papier zerschneiden kann. Leider taugen goldene „Werbegeschenke“ oft nicht viel. Natürlich gehört auch eine gute Lupe zum Umgang mit Briefmarken dazu und auch diese gibt es in den unterschiedlichsten Formen. Wichtig ist hier vor allem, dass sie nicht zu schwach ist, ich empfehle eine mit zehnfacher Vergrößerung. Ansonsten empfehle ich Anfängern, sich einen Sammlerfreund zu suchen, denn Briefmarken sammeln bedeutet kommunizieren. Über den BDPh findet man Kontakt zu den meisten deutschen Briefmarkensammlervereinen. Oder man spricht mit Besuchern einer Briefmarkenveranstaltung.

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